...und als Krönung eine Kreuzblume

Quelle: Sächsische Zeitung vom 21.09.2001

Neue Sandstein-Verzierungen für die Meißner Johanneskirche / Turmsanierung fast abgeschlossen

Die vier neogotischen Spitztürmchen der Meißner Johanneskirche tragen seit gestern neue Sandstein-Kreuzblumen. Die Steinbildhauer-Firma Witschel aus Großenhain fertigte sie nach originalen Entwurfszeichnungen aus dem 19. Jahrhundert. Die Verzierungen fehlten 22 Jahre lang, weil sie wegen erheblicher Witterungsschäden entfernt werden mussten. „In der DDR wäre es zu kostenaufwändig gewesen, sie zu erneuern", sagte Pfarrer Gottfried Walther.

Die Kirche wurde 1898 fertig gestellt. Baumeister war Theodor Quentin aus Pirna, der zwischen 1888 und 1905 mehrere Kirchen in Sachsen entwarf. Das Bauwerk besteht bis auf einige Sandstein-Teile aus Meißner Granit. Dieser ist extrem witterungsbeständig, so dass nur hin und wieder die Steinzwischenräume verfugt werden müssen. So auch in diesem Jahr, denn zurzeit wird der ganze obere Turmabschnitt restauriert. Die Arbeiten nehmen noch etwa zwei Wochen in Anspruch.

Mit einer 10000-Mark-Spende beteiligt sich die Firma Witschel an den rund 240 000 Mark Baukosten. Fast die Hälfte des Gesamtbetrages steuert die Landeskirche bei. Den Rest bringen die Denkmalpflege und die Johannesgemeinde auf. Im nächsten Jahr sollen weitere Sanierungsarbeiten folgen.

Bildtext: Siegmar Wenzel (links), Jan-Mario Anders (Mitte) und Frank Trobisch von der Steinbildhauerei Witschel setzen ein Kreuzblume aus Sandstein auf eines der neogotischen Spitztürmchen (Fialen) der Johanneskirche

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